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Sonntag, 3. Mai 2015

Raubkatzen in der Serengeti

Raubkatzen statt Migration der Gnus
Geplant ist eine Reise in den südlichen Teil der Serengeti um die Geburt der Gnu-Kälber zu fotografieren. Im März sind die Savannen der südlichen Serengeti jeweils voll von saftigem Grün und Millionen von Gnus grasen dort und bekommen ihre Kälber. Später machen sie sich, dem Regen folgend, auf die grosse Migration in die Masai Mara.
Nicht so dieses Jahr! Seit Dezember hat es praktisch nicht geregnet und die Savannen sind extrem trocken und dort wo es Gras hat, sind die Wasserstellen ausgetrocknet. Und so sind die Tiere weiter nördlich und die riesigen Weiden öde und leer.

Fast eine Tagesreise weiter nördlich habe ich dann doch noch eine Herde gefunden. Dramatisch das Blöken der jungen Kälber, die im Staub der trockenen Erde ihre Mütter verlieren und umherirren. Im einzigen See, den sie finden, ist das Wasser so stark verdunstet, dass es brackig und zu salzig ist. Und so ziehen sie weiter nördlich, in der Hoffnung auf Wasser zu stossen.


 

Als Tierfotograf bin ich mich gewohnt flexibel zu sein. Und so fotografiere ich anstelle der Gnus Raubtiere - was durchaus seinen Reiz hat! Es hat einige Rudel Löwen, die aber zum Teil schwierig zu finden sind. Viel Geduld ist gefragt und lange Pirschfahrten. Aber es lohnt sich. Der König der Tiere ist majestätisch und die Löwenbabies sind so richtig verspielt.




 

In der Serengeti ist es eher selten, Löwen in den Bäumen zu finden. Was zuerst nach einem Leoparden aussieht, entpuppt sich als Löwenweibchen. Sie hat sich offenbar vor den Tsetse Fliegen in den Baum gerettet. Mit stoischer Ruhe verbringt sie praktisch den ganzen Tag auf dem gleichen Ast.

 

 

Die Eleganz der Geparde fasziniert mich immer wieder. Erstaunlich viele verschiedene Gepardenmütter kann ich mit ihren Jungen fotografieren. Sei es im Seitenlicht der untergehenden Sonne oder nach einer erfolgreichen Jagd. Die untersten zwei Bilder zeigen eine Mutter mit ihren drei noch sehr jungen Babies. Sie hält sie auf grosse Distanz und nur Dank meinem grossen Objektiv kann ich sie überhaupt fotografieren.




 

Einen Leoparden in einem Baum zu entdecken ist immer wieder ein Highlight. Oft findet man sie einfach auch, weil die Nachricht über Funk verbreitet wird. Während das Weibchen auf den ersten zwei Bildern einfach Siesta macht, hat das kräftige Männchen auf den unteren zwei Bildern ein erlegtes Gnu-Kalb auf dem Baum in Sicherheit gebracht. Denn Löwen machen den Leoparden oft die Beute streitig.






Neben der Faszination der Raubkatzen gibt es immer wieder wunderschöne Sonnenauf- und -untergänge. Das Zebrababy sowie die Elefantenfamilie kann ich im fast "leeren" Ngorongoro-Krater aufnehmen. Wo sich sonst die Jeeps reihenweise um ein Tier scharen, kann ich eine riesige Elefantenherde fast eine Stunde lang beobachten, ohne dass auch nur ein einziges Auto in die Nähe kommt. Ein einzigartiges Erlebnis.




Neben den Säugetieren sind auch die gefiederten Bewohner der Savanne immer wieder schön. EIn Kronenkranichpaar sucht in unmittelbarer Nähe ohne Scheu nach Futter und lässt sich durch das Fahrzeug nicht stören.




Auch wenn das eigentliche Ziel der Reise - die Migration zu fotografieren - nicht, oder nur zum Teil erfolgreich ist, zieht mich die Schönheit der Landschaft und der Tierwelt in Afrika einmal mehr in den Bann. Im Juni bereise ich Botswana und die Kalahari mit einem Abstecher nach Simonstown in Südafrika.

Weitere Bilder unter:

Kommentare:

  1. Lieber Ruedi
    Herrliche und beeindruckende Schnappschüsse! Ich erkenne einige Tiere, die in der Politik tätig sind!
    Ich freue mich auf weitere Bilder, die Du mir sicherlich an einer der nächsten Sitzungen zeigen wirst.
    Mit neidvollen Grüssen
    Markus

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  2. Sandra Riederer4. Mai 2015 um 23:05

    Hallo Herr Hug
    Einfach unglaublich was Sie da wieder vor die Linse bekamen.....sehr sehr sehr toll! freue mich bereits auf weitere Bilder...

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  3. Lieber Ruedi, wunderschöne Bilder ! Eigentlich wie immer :-) und trotzdem hat jedes der Bilder seinen eigenen Reiz ... bei einigen musste ich lachen, weil z.B. die aufgestellten "Haare" des Zebras wirklich eine coole Frisur darstellen. Die Löwin auf dem Baum hat auch eine sehr spezielle Ausstrahlung. Gratulation !

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  4. Hauri Mireille6. Mai 2015 um 01:02

    Hallo Herr Hug, wie immer, tolle Bilder. Freue mich wenn die nächsten Bilder kommen. Liebe Grüsse aus Staffelbach

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  5. Zimmermann Otto12. Mai 2015 um 02:33

    Lieber Ruedi
    einfach schön, stimmig vom Sujet über Ausschnitt, Hintergrund und Moment

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